Home-Office
7 Tipps für besseres Arbeiten daheim
Wenn das gemütliche Zuhause zum Büro wird oder werden muss, ist Weiterbildung in Sachen Gesundheit angesagt! Denn ein unzureichend konzipierter Arbeitsplatz sowie ungewohnte Kommunikations- und Arbeitsstrukturen können Körper, Konzentrationsfähigkeit und Psyche beeinträchtigen. Gewohnte Wege zum Arbeitsplatz, zu Meetings oder zu Kollegen fallen weg. Die für die Gesundheit so essenzielle Alltagsbewegung bleibt damit auf der Strecke. Die neue Gemütlichkeit nimmt zudem Einfluss auf das Ess- und das Pausenverhalten. „Gerade wenn man von zu Hause aus arbeitet“, so Bettina Wittmann, Expertin für New Work & Remote-Arbeit und Verfasserin des Leitfadens „Plötzlich Home Office“, „kann es passieren, dass man sich in einer Art Tunnel befindet und die Zeit vergisst. Das ist zwar normal, aber nicht zwangsläufig gut so! Gehirn und Verstand brauchen zwischenzeitliche Pausen, um runterzuschalten und entspannen zu können, sowie der Magen gefüllt werden möchte.“ Auf diesen Seiten verraten Expertinnen hilfreiche Tipps und Techniken für den gesunden und produktiven Arbeitsalltag im Homeoffice.
Homeoffice & mentale Gesundheit: Hacks aus der Arbeitspsychologie
Tipps von Mag. Christina Beran, klinische-und Gesundheitspsychologin, Arbeits- und Organisationspsychologin; beran-psychologie.at
Sichtbarer Rahmen
Richten Sie sich zu Hause einen Arbeitsplatz ein, der auch als dieser für Sie und die mit Ihnen Lebenden und Arbeitenden als solcher erkennbar ist: kein Spielzeug, kein Buch, das Sie abends im Bett lesen … Der Homeoffice-Arbeitsplatz ist für viele von uns eigentlich eine „Arbeitsecke“. Umso wichtiger ist es, deutlich zu signalisieren: Hier wird gearbeitet. Nach der Arbeit sollten Unterlagen auch wieder weggeräumt werden können. Das hilft, zwischen Arbeits- und Nichtarbeitszeit zu trennen. Das ist eine der großen Herausforderungen im Homeoffice.
Netzwerk pflegen
Es ist wichtig, mit KollegInnen und Führungskräften in Kontakt zu bleiben. Virtuell muss öfter und klarer kommuniziert werden, da viele Kontaktebenen, die es im persönlichen Gespräch gibt, wegfallen und kompensiert werden müssen. Wenn der persönliche informelle Austausch, das Socializen, das ganz nebenbei im Büro „passiert“, wegfällt, muss es nun bewusst gepflegt werden – bspw. in einer regelmäßig geöffneten „virtuellen Kaffeeküche“.
Fixe Abläufe
Routinen und fixe Abläufe erleichtern das häusliche Arbeitsleben und liefern der eigenen Psyche die notwendigen Elemente Klarheit, Verlässlichkeit und Vorhersehbarkeit. Dies gilt für die eigene Pausengestaltung ebenso wie für Termine mit KollegInnen und Führungskräften. Regelmäßige Jours fixes bspw. sollten stets verlässlich eingehalten werden und die TeilnehmerInnen pünktlich erscheinen.
Meetings timen
Mehrere Videokonferenzen am Stück können anstrengend sein. Viele Reize wie Mimik, Gestik u. v. m. fehlen als Information oder sind schwieriger zu interpretieren, auch der Augenkontakt in einem Videomeeting ist schwerer hinzubekommen. Das verbraucht Energie. Videomarathons sind daher zu vermeiden, Pausen zwischen Meetings im Vorhinein einzuplanen.
Feedbackkultur pflegen
Je transparenter die Organisation und je klarer die Strukturen, umso besser sind die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Kommunikation. Da in virtuell geführten Teams mehr, öfter und aktiver kommuniziert werden muss, spielt eine entsprechende Feedbackkultur für die gelingende Zusammenarbeit eine besonders große Rolle.
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