NRW

Merz-Kronprinz stürzt in Umfrage brutal ab

Zwei Männer im Anzug stehen vor einer CDU-Wand auf einer Pressekonferenz.
© APA/AFP/JENS SCHLUTER
Eine neue Forsa-Umfrage bringt die CDU in Nordrhein-Westfalen mächtig unter Druck. Binnen eines Jahres schrumpfte der Vorsprung der Wüst-Partei auf die AfD massiv zusammen.
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Eine aktuelle Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa zeichnet ein alarmierendes Bild für die Union in Nordrhein-Westfalen. Wäre am kommenden Sonntag Landtagswahl, käme die Partei von Ministerpräsident Hendrik Wüst nur noch auf 29 Prozent der Stimmen. Vor einem Jahr lag die CDU noch bei 38 Prozent, während die AfD damals auf 16 Prozent kam. Der damalige Vorsprung von 22 Prozentpunkten ist inzwischen auf lediglich sieben Prozentpunkte zusammengeschmolzen, da die AfD aktuell 22 Prozent erreicht. Seit der vorherigen Erhebung im April büßte die CDU drei Prozentpunkte ein, während die Rechtsaußen-Partei zwei Punkte zulegte.

Ein Mann im Anzug spricht auf einem CDU-Parteitag, im Hintergrund ist das CDU-Logo zu sehen.
© IMAGO/Political-Moments

Druck auf die Bundespartei

Der Trend in Nordrhein-Westfalen reiht sich in eine Phase ein, in der die Union bundesweit unter Druck steht. Bundeskanzler Friedrich Merz räumte ein, dass jüngste Wahlergebnisse in Ostdeutschland auch mit seiner Person zusammenhängen. In der Originalquelle wird dabei von einem verpassten Landtagseinzug der CDU in Mecklenburg-Vorpommern gesprochen; dies ist allerdings ungenau, da die CDU im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern vertreten ist. Zudem wird in der Quelle eine Landtagswahl im April angedeutet, obwohl die nächste reguläre Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen erst für das Frühjahr 2027 vorgesehen ist.

Entwicklungen bei den anderen Parteien

Während die CDU im wichtigsten Machtzentrum der Union an Boden verliert, verharren andere politische Kräfte auf unterschiedlichem Niveau. Die SPD verbleibt unverändert bei 14 Prozent. Demgegenüber verzeichnen die Grünen, die in Düsseldorf gemeinsam mit der CDU regieren, einen Zuwachs um einen Punkt auf 18 Prozent. Auch Die Linke gewinnt zwei Prozentpunkte hinzu und steigt auf acht Prozent. Die FDP verharrt hingegen bei drei Prozent und wäre aktuell nicht im Landtag vertreten.

Rahmendaten der Umfrage

Für die Erhebung befragte das Institut Forsa im Zeitraum vom 7. bis 18. September insgesamt 1.030 Stimmberechtigte. Die Ergebnisse spiegeln die aktuelle politische Stimmung im Land wider.

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