Wende im Cockpit

Mercedes Designchef plant das Ende riesiger Displays

Innenraum einer neuen Mercedes-Benz C-Klasse Limousine mit braunen Ledersitzen und großem Touchdisplay.
© Mercedes-Benz AG
Mercedes plant eine Veränderung im Innenraum künftiger Fahrzeuge. Unter dem neuen Designchef Bastian Baudy rücken wieder haptische Schalter und klassische Werkstoffe in den Fokus.
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Bastian Baudy ist seit dem 1. Februar 2026 neuer Designchef der Marke Mercedes und Nachfolger von Gorden Wagener. Während er die sportliche und jüngere Formensprache seines Vorgängers weiterführen will, kündigen sich im Innenraum deutliche Anpassungen an. Der Trend zu immer größeren Displays könnte dort abgelöst werden. Stattdessen sollen klassische Materialien sowie haptische Bedienelemente wie Schalter und Knöpfe wieder eine wichtigere Rolle einnehmen. Baudy fordert, dass Materialität und Haptik im Fahrzeug erlebbar bleiben müssen. Neben Metall setzt der Designer dabei auf Holz als traditionellen Bestandteil der Marken-DNA, um diesen mit modernen Technologien neu zu interpretieren.

Mercedes C400 Bildschirm
Mercedes C400 Bildschirm © Hersteller

Fokus auf haptische Elemente

Am Außendesign möchte der ehemalige Designchef der Tochtergesellschaft AMG hingegen grundsätzlich festhalten. Baudy arbeitete bereits eng mit Wagener zusammen und würdigt dessen Einfluss auf das Erscheinungsbild der Fahrzeuge. Die Marke sei in den vergangenen Jahren jünger sowie sportlicher geworden, was er weiterentwickeln wolle. Neben Wagener orientiert sich der 1985 geborene Baudy an Bruno Sacco, der die Formensprache von 1987 bis 1999 prägte und Baureihen wie den W 126, R 129 sowie W 201 schuf.

Rotes Mercedes-Benz C-Klasse T-Modell 2026 fährt auf einer städtischen Straße entlang.
Das neue Mercedes-Benz C-Klasse T-Modell, 2026. The new Mercedes-Benz C-Class Estate, 2026. © Mercedes-Benz AG

Hohe Wiedererkennbarkeit aller Modelle

Für Baudy zeichnet sich ein Fahrzeug der Marke durch eine hohe Wiedererkennbarkeit aus, die auch unabhängig vom Antrieb aus einer Entfernung von 200 Metern gegeben sein müsse. Die Elektrifizierung ändert aus seiner Sicht am grundlegenden Fahrzeugdesign nichts, da Physik, Aerodynamik, vier Räder und die Passagieranzahl gleich bleiben. Daher soll die Formensprache nicht zwischen Elektroautos und Verbrennern unterscheiden. Während die Außengestaltung sportlich bleibt, rücken im Innenraum wieder hochwertige Werkstoffe in den Mittelpunkt, während Bildschirme nicht mehr zwingend das zentrale Element bilden.

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