Opfer eingekreist
In Wiener Bad: Mädchen sexuell belästigt
Vor einem Wiener Schöffengericht hat am Mittwoch der Prozess gegen vier Männer begonnen. Sie sollen im Juni 2025 im Wellenbad des Laaerbergbads in Favoriten vier jugendliche Mädchen bedrängt und sexuell belästigt haben.
Drei der vier Angeklagten erschienen vor Gericht und wiesen die Vorwürfe zurück. Der vierte Mann fehlte wegen einer schweren Erkrankung und befindet sich in Bulgarien in Behandlung. Das Gericht schied ihn vorerst aus dem Verfahren aus.
Mädchen sollen eingekreist worden sein
Laut Anklage kamen die vier Männer unabhängig voneinander in das stark besuchte Freibad. Im Wellenbad sollen sie die Mädchen umringt, an den Schultern festgehalten und teilweise unter Wasser gedrückt haben. Dabei soll es zu Berührungen an Taille und Gesäß gekommen sein. Einer der Beschuldigten soll zudem das Bikinioberteil eines Mädchens geöffnet und eine sexuelle Handlung vorgenommen haben. Deshalb muss sich ein 30-Jähriger auch wegen Vergewaltigung verantworten. Die Mädchen wandten sich an einen Bademeister, der die Polizei alarmierte. Die Verdächtigen waren zunächst nicht mehr auffindbar und fuhren davon. Später erkannten die Mädchen zumindest zwei Männer wieder und konnten Fotos von ihnen machen.
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Angeklagte bestreiten Vorwürfe
Alle drei anwesenden Angeklagten bekannten sich nicht schuldig. Sie erklärten, mögliche Berührungen seien durch die Wellen unbeabsichtigt entstanden. Der wegen Vergewaltigung angeklagte 30-Jährige wurde von den Opfern allerdings nicht als Täter erkannt. Zwei Mitangeklagte belasteten ihn hingegen und behaupteten, er habe später über die Tat gesprochen. Bei der Identifizierung spielten laut Gericht auch auffällige Staturen und Tätowierungen eine Rolle. Die Verhandlung wird am 18. November fortgesetzt. Dann sollen die Aussagen der Mädchen abgespielt und der Bademeister als Zeuge gehört werden. Außerdem soll geklärt werden, ob der fehlende Angeklagte vor Gericht erscheinen kann.
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