Missbrauch-Skandal
Gunkl hortete jahrelang Kinderpornos
Im fürchterlichen Kindermissbrauchsskandal rund um den Kabarettisten Günther Paal alias "Gunkl" kommen immer weitere Details ans Licht. Die Anklageschrift liegt oe24 vor.
So soll das Kindermissbrauchsmaterial, das bei einer Hausdurchsuchungen gefunden wurde, zum Teil bereits 13 Jahre alt sein. So lange dürfte Paal, der von seinen beiden Mitangeklagten als "Pädophiler" bezeichnet wird, für alle drei gilt die Unschuldsvermutung, schon die illegalen Dateien gehortet haben. Gefunden und sichergestellt wurden 960 Bilder und 19 Videos mit sexualbezogenen Darstellungen Minderjähriger. Von einem angeblich zweiten Computer fehlt derzeit noch jede Spur.
Laut Paals Anwalt habe der Angeklagtedie Dateien vor Jahren aus dem Internet gezogen, aber bereits längere Zeit nicht mehr aufgerufen.
Brisant allerdings: Zu den Treffen mit den beiden Slowakinnen - er hatte Mutter und Tochter vor zehn Jahren über ein Inserat kennengelernt und sie später für Sextreffen bezahlt- soll er laut den beiden mitangeklagten Frauen seinen Laptop der Marke "Victus" mitgenommen haben. Beim oralen Geschlechtsverkehr soll er sich dann Videos angesehen haben, in denen erwachsene Männer mit kleinen Mädchen sexuelle Handlungen vollzogen.
Auch interessant
Zudem hätte sich die 42-jährigen Petra K., laut ihren Aussagen, bei zumindest einem Treffen wie ein Baby kleiden müssen, samt Schnuller. Als die Frau schwanger gewesen wäre, hätte der Beschuldigte die Muttermilch direkt aus ihren Brüsten getrunken.
Weitere Schockaussagen von Gunkl
Zu dem Missbrauch der Vierjährigen, welche die Tochter und die Enkelin der Slowakinnen ist, gab Gunkl bei seiner Einvernahme an, er sei in dem Moment, als sie nackt neben ihm auf der Couch gesessen sei, "ehrlicherweise schwach geworden", hätte sich zur ihr hinüber gebeugt und sie für mehrere Sekunden im Genitalbereich geküsst.
Er hätte sich in der Liebe nach einem Geben und Nehmen gesehnt und wolle nicht ausgenützt werden, so wie dies die Erst- und Zweitangeklagte getan hätten. Beim Kuss bei dem Opfer hätte er sich wohl gefühlt, da es keine Gegenleistung gegeben hätte – bis die Erstangeklagte doch Geld dafür verlangt hätte. Er hätte einfach ein schönes, reines, unbezahltes Erlebnis haben wollen.
Verhandelt wird der tragische Fall am 22. Oktober vor dem Wiener Landesgericht. Bis zur rechtskräftigen Entscheidung gilt die Unschuldsvermutung. Der 64-jährige Künstler steht wegen des Verdachts des sexuellen Missbrauchs einer Unmündigen sowie des Besitzes von sexualbezogenem Kindesmissbrauchsmaterial vor Gericht.
Der 42-jährigen Mutter und der 62-jährigen Großmutter des betroffenen Mädchens werden schwere Erpressung vorgeworfen. Der Künstler soll fast 190.000 Euro Schweigegeld bezahlt haben, gab die Anklagebehörde bekannt.
OE24 TV Live-Stream
OE24 TV Live-Stream
Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden