Alkbottle-Star

Gregory packt aus: Erster Rausch mit 3 Jahren!

Ein Mann im schwarzen Anzug steht lächelnd in einem beleuchteten Gang.
© Andreas Tischler / Vienna Press
In einem schonungslos offenen Gespräch im Podcast "Plankgezogen" hat Musiker Roman Gregory tief in seine von schweren Traumata geprägte Kindheit und Jugend geblickt.
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Über Jahrzehnte hinweg stand die Wiener Mundartband Alkbottle für lauten Rock'n'Roll und schonungslose Partystimmung. Doch was vordergründig nach einer feuchtfröhlichen Kult-Karriere aussah, hatte für Frontmann Roman Gregory seinen bitteren Ursprung bereits in den allerfrühesten Kindertagen. Im Podcast "Plankgezogen" legte der Künstler nun eine Beichte ab, die selbst langjährige Wegbegleiter zutiefst erschüttert: "Mein erster Rausch war, da war ich drei oder vier Jahre alt!"

Damals tranken sein Vater und dessen Freunde in geselliger Runde, während das Kleinkind unbeaufsichtigt blieb. Gregory nutzte die Situation auf tragische Weise aus und trank die herumstehenden Gläser leer, da überall noch ein kleiner Rest, ein sogenanntes "Lackerl Schnaps", enthalten war. Die fatale Wirkung des hochprozentigen Alkohols ließ beim Buben nicht lange auf sich warten. Irgendwann habe es dann einen lauten "Plumpser" gemacht und er sei zu Boden gegangen.

Schrecklicher Übergriff: Schonungsloser Seelenstrip

Als wäre das von Schlägen dominierte Umfeld nicht genug gewesen, musste der Musiker noch eine weitere furchtbare Erfahrung ertragen. Im weiteren Verlauf des Seelenstrips berichtet Gregory von einem schweren sexuellen Verbrechen, dem er zum Opfer fiel. Ein Angestellter nutzte eine Situation schamlos aus: "Von einem Mitarbeiter von einem Hotelklub in Tunesien bin ich mit 12 vergewaltigt worden."

Dass der Alkbottle-Sänger dieses traumatische Erlebnis nun nach Jahrzehnten derart offen anspricht, verdeutlicht, wie schwer die Dämonen der Vergangenheit bis heute wiegen. Das Gespräch bricht radikal mit dem Image des unzerstörbaren Rockstars und zeigt einen verletzlichen Menschen.

Vom exzessiven Lebensstil zur Reife

Um mit den inneren Schmerzen umzugehen, flüchtete sich der Musiker lange Zeit in die Welt der Musik und des extremen Feierns. Mit 23 Jahren habe er natürlich noch massiv "auf den Putz gehaut", wie er rückblickend unumwunden einräumt. Doch jene Trinkmengen, die er damals konsumierte, wären in der Gegenwart undenkbar.

Ein solches Pensum könne er heute beim besten Willen nicht mehr trinken, stellt der Musiker unmissverständlich fest. Mit dem für ihn typischen, schonungslosen Schmäh zieht er die Konsequenzen und verweist auf das bekannte Anton-Proksch-Institut in Wien-Liesing: "Sonst würden wir das Interview in Kalksburg führen."

Mit seinen schonungslosen Worten zeigt Roman Gregory, dass hinter dem rauen Alkbottle-Kult eine zutiefst aufwühlende Lebensgeschichte steckt. Die Aufarbeitung der eigenen Vergangenheit soll Betroffenen von familiärer Gewalt und Missbrauch Mut machen, das Schweigen endlich zu brechen.

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