Justiz-Ankündigung
Fall Gunkl: Jetzt droht kurzer Geheim-Prozess
Wien. Schon am 22. Oktober, einem Donnerstag, findet am Straflandesgericht die spektakuläre wie aufwühlende Anklage zur Verhandlung - dafür wird es ein Akkreditierungsverfahren für Medienvertreter geben, gab Mittwochnachmittag Vizepräsidentin und Gerichtssprecherin, Christina Salzborn, bekannt. Auch für Kiebitze und Interessierte aus dem Volk wird es nur reservierte Plätze geben.
Erhöhte Sicherheitsvorkehrungen
Details dazu wird das Gericht auf seiner Homepage bekannt geben. Zudem sind erhöhte Sicherheitsvorkehrungen geplant. Ob im Saal ein Film- und Fotografierverbot verhängt wird, wird noch bekannt gegeben.
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Öffentlichkeit ganz ausgeschlossen?
"Ob und in welchem Umfang allenfalls die Öffentlichkeit während des Verfahrens ausgeschlossen wird, entscheidet der Senat und kann daher im Vorfeld nicht beantwortet werden", hieß es vonseiten des Gerichts. Ein Ausschluss der Öffentlichkeit könne amtswegig oder über Antrag erfolgen, dies auch aus Erwägungen des Opferschutzes.
Gegen die drei Beschuldigten wird gemeinsam rund dreieinhalb Stunden lang im Großen Schwurgerichtssaal verhandelt - schon zu Mittag könnte es die Urteile geben. Paal wird neben dem sexuellen Missbrauch von Unmündigen auch der Besitz von sexualbezogenem Kindesmissbrauchsmaterial vorgeworfen. Der Mutter Petra K. und der Großmutter des Kindes, Edith L., wird schwere Erpressung angekreidet. Jüngsten Infos aus dem 600-Seiten-Akt zufolge war das Kind zum Zeitpunkt des Übergriffes nicht vier, sondern sogar erst drei Jahre alt!
"Da kann ich mich erschießen"
Laut rechtskräftiger Anklage nach dem Übergriff auf ihre Tochter bzw. Enkelin verlangten die Frauen (mit denen Gunkl seit zehn Jahren eine Sex-Beziehung zu dritt führte) Bargeld. Mit der Drohung, ihr gewalttätiger Bruder bzw. Sohn wüsste von seinen pädophilen Neigungen und kenne seine Adresse sowie das Kennzeichen seines Pkw, wurde Günther Paal Angst vor einer körperlichen Attacke und in weiterer Folge vor einer medialen Veröffentlichung hinsichtlich seiner Neigungen gemacht. Er soll daher der 42-Jährigen bei Treffen bis Mai 2026 in Kuverts und stets in bar insgesamt 159.000 Euro übergeben haben. Bei der letzten Übergabe von 30.000 Euro am Hauptbahnhof klickten die Handschellen. Mehrmals gab Gunkl den Geldforderungen nach und jammerte: "Wenn das alles öffentlich wird, kann ich mich erschießen."
Er erstattete schließlich Selbstanzeige.
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