2022

Abschied von Queen Elizabeth II. - Krieg in der Ukraine

© Samir Hussein/WireImage
Ein Ereignis, das 2022 Millionen Menschen bewegt: Queen Elizabeth II. stirbt im September im Alter von 96 Jahren auf Balmoral Castle in Schottland.
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70 Jahre und 214 Tage stand sie an der Spitze der britischen Monarchie. Nur wenige Tage vor ihrem Tod erfüllte sie mit der Ernennung von Liz Truss zur Premierministerin noch eine ihrer letzten Amtspflichten. Ihr folgt König Charles III. auf den Thron.

Krieg in der Ukraine erschüttert Europa

Am 24. Februar 2022 beginnt mit dem Einmarsch russischer Truppen in die Ukraine ein Krieg, dessen Auswirkungen weit über das Land hinausreichen. Der geplante schnelle Vormarsch scheitert am Widerstand der Ukraine. Präsident Wolodymyr Selenskyj bleibt im Land, während Millionen Menschen vor den Kämpfen fliehen. Mehr als vier Millionen Ukrainer suchen laut damaliger Darstellung Schutz in der EU, rund 80.000 davon in Österreich.

© AP Photo

Frauen im Iran gehen auf die Straße

Nach dem Tod der 22-jährigen Jina Mahsa Amini kommt es im Iran zu einer großen Protestbewegung. Zehntausende Frauen demonstrieren gegen das Regime und fordern mehr Freiheit. Die Proteste werden gewaltsam niedergeschlagen, zahlreiche Demonstranten werden verhaftet oder getötet.

Auch Italien erlebt einen politischen Umbruch: Giorgia Meloni gewinnt mit ihrem Mitte-Rechts-Bündnis die Wahl und wird als erste Frau Ministerpräsidentin des Landes.

Österreich diskutiert über Hass im Netz

Für große Bestürzung sorgt der Tod der oberösterreichischen Ärztin Lisa-Maria Kellermayr. Die Medizinerin hatte Corona-Patienten behandelt und öffentlich für die Schutzimpfung geworben. Daraufhin wurde sie über Monate beschimpft und mit dem Tod bedroht. Ihr Tod löst eine breite Debatte über Hass und Drohungen im Internet aus.

Politisch steht unter anderem Karl Nehammer im Mittelpunkt: Er wird mit 100 Prozent der Delegiertenstimmen zum ÖVP-Chef gewählt.

Zwischen Nobelpreis und Wüsten-WM

Für positive Schlagzeilen sorgt der österreichische Quantenphysiker Anton Zeilinger, der 2022 mit dem Nobelpreis für Physik ausgezeichnet wird. Gleichzeitig sorgt die Fußball-Weltmeisterschaft in Katar für intensive Diskussionen – von Korruptionsvorwürfen bis zur Menschenrechtslage im Gastgeberland.

Der russische Angriff auf die Ukraine, der Tod von Queen Elizabeth II., Proteste im Iran und politische Veränderungen in Europa: Das Jahr 2022 war von Ereignissen geprägt, die weit über die Landesgrenzen hinaus für Schlagzeilen sorgten. Auch in Österreich bewegten politische und gesellschaftliche Entwicklungen das Land. 2022 bleibt damit als Jahr großer internationaler Krisen, gesellschaftlicher Debatten und historischer Veränderungen in Erinnerung.

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