Aufregung

Auftritt von Danielle Spera "aus Sicherheitsgründen" abgesagt

Danielle Spera.
© oe24
Jüdische Mitbürgerinnen ausgeladen ++ Ehemann Martin Engelberg kritisiert Absage scharf: "Bin entsetzt, wie weit wir in Österreich gekommen sind"
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Diese Absage schlägt völlig zu Recht enorme Wellen: Der Österreichische Journalisten Club (ÖJC) hat eine Veranstaltung mit einer ehemaligen Journalistin und Direktorin des Jüdischen Museums, Danielle Spera, abgesagt. Als Grund führt der Klub akute Sicherheitsrisiken an.

Posting von Danielle Spera auf X

Die Absage wurde von Spera auf Instagram öffentlich gemacht. Sie teilte einen Screenshot der entsprechenden E-Mail, in der einige Passagen farbig hervorgehoben sind. Darin heißt es seitens des ÖJC zur Begründung: "Wir können leider nicht die Sicherheit von Frau Spera gewährleisten und fürchten auch aufgrund ähnlicher Ereignisse in der Vergangenheit tumultartige Störaktionen." Die Journalistin kommentierte die Mitteilung knapp mit den Worten: "Wien, im September 2026!".

Speras Ehemann zu oe24: "Ich bin entsetzt!"

Direkter äußert sich der Ehemann Speras, der frühere ÖVP-Abgeordnete Martin Engelberg, gegenüber oe24: "Ich bin entsetzt, dass wir in Österreich schon so weit gekommen sind. Eine Buchpräsentation über jüdische Frauen kann nicht mehr stattfinden." Engelberg vermutet hinter der Absage eine "Art eines neuen Haltungsjournalismus, Kunst und Kultur gehen immer öfter vor anti-israelischen und anti-jüdischen Stimmungen ein." Jüdisches Leben könne in Österreich nicht mehr ungehindert stattfinden. Beim Journalistenclub war für oe24 niemand erreichbar.

Welle der Empörung in den Kommentaren

Unter dem Posting Speras reagierten zahlreiche Nutzerinnen und Nutzer geschockt und fassungslos auf die Entscheidung. Die Kommentarspalte füllte sich rasch mit kritischen Stimmen. Zu den Reaktionen gehören unter anderem: "Schäbig" "Das kann nur ein Scherz sein" "Wo leben wir?" "Erschreckend und absolut inakzeptabel." Der Vorfall entfacht eine breite Diskussion über die Sicherheitslage bei öffentlichen Veranstaltungen und den Schutz von Medienschaffenden.

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