Affären

79 Sprengkapseln daheim: Schimanek erneut verurteilt

René Schimanek
© APA/HELMUT FOHRINGER
Nicht rechtskräftig ++ Er war Büroleiter von FPÖ-Nationalratspräsident Rosenkranz ++ zuletzt Verurteilung wegen NS-Wiederbetätigung
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René Schimanek, früherer Büroleiter von FPÖ-Nationalratspräsident Walter Rosenkranz, ist in Krems wegen unbefugten Besitzes von Sprengmitteln und Kriegsmaterial verurteilt worden. Der Prozess drehte sich um Funde an der Wohnadresse des ehemaligen freiheitlichen Politikers in Langenlois (Bezirk Krems). Schimanek erhielt nicht rechtskräftig fünf Monate bedingt und 7.200 Euro Geldstrafe, bestätigte ein Sprecher des Landesgerichts am Freitag auf APA-Anfrage einen "NÖN"-Bericht.

Schimanek wurden in der Einzelrichterverhandlung vergangenen Montag Verstöße gegen das Waffen- und Sprengmittelgesetz vorgeworfen. Im Zuge einer Überprüfung des Waffenverbots heuer im Juni waren an seiner Wohnadresse 79 Sprengkapseln, drei elektrische Sprengzünder und ein Reizstoffwurfkörper gefunden worden, die er - wenn auch nur fahrlässig - unbefugt besessen haben soll. Der Angeklagte zeigte sich geständig, berichteten die "NÖN".

Schimanek verzichtete auf Rechtsmittel

Der Angeklagte wurde zu 180 Tagessätzen zu je 40 Euro und zu fünf Monaten auf Bewährung verurteilt. Die Probezeit beträgt drei Jahre. Während Schimanek auf Rechtsmittel verzichtete, gab die Staatsanwaltschaft keine Erklärung ab. Damit ist das Urteil nicht rechtskräftig.

Schimanek war heuer im März am Landesgericht Krems wegen Wiederbetätigung in Verbindung mit der Todesanzeige für seinen Vater, den früheren niederösterreichischen FPÖ-Chef und Landesrat Hans Jörg Schimanek senior, zu einem Jahr bedingt verurteilt worden. Er hatte Ende Dezember 2024 die Veröffentlichung der Parte mit dem in rechtsextremen Kreisen verbreiteten Zitat "...und ewig lebt der Toten Tatenruhm" und dem "Irminsul"-Symbol auf der Webseite von Langenlois veranlasst. In Verbindung mit dem Forsthaus, das jahrelang an die Familie Schimanek vermietet war, war die Stadtgemeinde als Eigentümerin des Objekts mit ihrer Räumungsklage gegen Schimanek in zweiter Instanz vor dem Landesgericht Krems erfolgreich.

Er ist aus der FPÖ ausgetreten

Nach der Geschworenenverhandlung im März gab Schimanek seinen Austritt aus der FPÖ bekannt, um Schaden von der Partei abzuwenden.

Aber: Mitarbeit im FPÖ-Bildungsinstitut

Außerdem legte er sein Mandat als Stadtrat in Langenlois zurück. Nachdem er im Februar 2025 um Auflösung seines Dienstverhältnisses als Büroleiter von Rosenkranz gebeten hatte, wechselte er zum Freiheitlichen Bildungsinstitut (FBI), was für Kritik sorgte.

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